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Hungerharke – ein Denkmal für die Luftbrücke

Kiezgeschichte aus Berlin-Tempelhof
Die drei Streben des Denkmals haben ihm seinen Spitznamen "Hungerharke" gegeben📌
Das Luftbrückendenkmal vor dem Flughafen Tempelhof soll an die Zeit erinnern, als West-Berlin eine Enklave war und nur aus der Luft mit Nahrungsmitteln versorgt werden konnte.

322 Tage lang waren alle Zugänge nach West-Berlin gesperrt. Nachdem die Sowjets im Juni 1948 alle Verkehrswege in die Stadt blockiert hatten, mussten die knapp 2,2 Millionen Bürger und die stationierten Soldaten über den Luftweg mit Nahrungsmitteln versorgt werden. Die sogenannten Rosinenbomber landeten im Abstand von 2 bis 3 Minuten auf dem Flughafen Tempelhof.

In Gedenken an die Luftbrücke wurde auf dem gleichnamigen Platz ein Denkmal nach dem Entwurf von Eduard Ludwig errichtet. Das nach Westen ausgerichtete Mahnmal läuft in drei Streben (Krallen) aus, die die drei Luftkorridore zwischen Westdeutschland und Berlin symbolisieren sollen und der Skulptur den Spitznamen Hungerharke einbrachten.

Am Rundsockel des Luftbrückendenkmals befindet sich eine Inschrift auf der steht: „Sie gaben ihr Leben für die Freiheit Berlins im Dienste der Luftbrücke 1948/1949“. Etwas darunter befinden sich die Namen und Dienstgrade der 78 Opfer der Luftbrücke, die bei Unfällen ums Leben kamen.

Historische Ansicht von Berlin Tempelhof📌
Das Mahnmal erinnert an die Luftbrücke während der Berlin-Blockade📌
In Erinnerung an Lucius D. Clay📌
Der Viersterne-General und US-Militärgouverneur für Deutschland, Lucius D. Clay, gilt als „Vater der Luftbrücke“.

Weitere Denkmäler folgen Das Berliner Mahnmal war ursprünglich als Einzelstück geplant. Doch später wurden auch auf den Flughäfen, von denen damals mit Nahrungsmitteln beladene Maschinen nach West-Berlin starteten, Denkmäler an die Luftbrücke aufgestellt. Ein gleich großes Duplikat wie in Berlin steht seit 1985 auf dem Gelände der ehemaligen Rhein-Main-Airbase auf dem Frankfurter Flughafen, ein kleineres seit 1988 vor dem heutigen Heeresflugplatz Celle.